Es ist zwar nicht so, dass es im letzten Monat nichts neues zu berichten gab, aber es wuerde nur darin ausarten, dass ich einen kleinen Bericht darueber schreibe, den ihr zu Hause zwar lest, aber euch alles ganz anders vorstellt. Deshalb werde ich dieses Mal Fotos im Vordergrund stehen haben.
Nachdem wir eine Bowling-Spendenveranstaltung hatten, um Geld fuer die L’Arche-Einrichtungen in Lateinamerika und speziell Brasilien zu sammeln, wurden Wetten eingeloest und einige Leute aus dem Buero haben ihre Frisu, wenn auch einige nur fuer wenige Stunden, veraendert. Weil ich Langeweile hatte, bin ich eine Woche spaeter mitgezogen und habe mich fuer eine windschnittige Kurzhaarfrisur entschieden.
- Haar-Wetteinloesungen
- keine Wetteinloesung
- St-Patrick’s Clown
- ein paar wenige Eindruecke aus Calgary
Am 12. Maerz gab es das sogenannte Seder-Meal, das aus der juedischen Tradition kommt und fest in der Oster-Vorbereitung verankert ist. Ein Abend mit Prozeduren, wie man gruenes Gemuese in Salzwasser taucht, um anschliessend diese zu verzehren, trockenes Brot mit Meerrettich und Apfel-/Wein-Salat zu essen, 4 Weinglaeser am Abend im Kollektiv zu leeren, Gemeinsam Haende zu waschen und anschliessend Lamm serviert zu bekommen.
St-Patrick’s Day hat man hier zwar gefeiert, aber obwohl ich kein Gruen getragen habe, wurde ich nicht gekniffen. Was gruenes habe ich spaeter noch gefunden.
Justyna arbeitet jetzt nicht mehr bei uns im Haus und wird bald durch jemanden anderes ersetzt.
Das Wochenende vom 19.-21. maerz habe ich mit Stefan und Irina in Calgary verbracht, um dort die L’Arche Assistenten zu treffen, mit denen feiern zu gehen. Innerhalb von 46 Stunden haben wir versucht, das beste aus dem Aufenthalt zu machen, haben etwas von der Stadt gesehen, aber auch ne Menge geschlafen.
Fuer dieses Wochenende haben wir ne Menge Geld gespart. Erstens dadurch, dass ich im Internet jemanden gefunden habe, der uns am Freitag hin und am Sonntag zurueck gefahren hat, das alles fuer nur $20 p.P. Uebernachtet haben wir in einem der L’Arche Haeuser fuer umsonst.
Am Mittwoch, den 24.Maerz war ein Fernsehteam in einem unserer Haeuser, um ueber ein Programm zu berichten, das sich “Best Buddies” nennt. Mehrere Leute wurden eingeladen, um sich dort morgends um 6.30Uhr zu treffen und gemeinsam Fruehstueck zu haben. Bei diesem Programm geht es darum, dass Studenten der Universitaet sich regelmaessig mit den Klienten u.a. unserer Community treffen koennen und Freundschaften aufzubauen. Darueber wird in diesem Ausschnitt von Breakfast Television auf City TV berichtet. Mich kann man zwar im Hintergrund sehen, aber zu diesem Programm hatte ich sowieso nichts sagen koennen, ausserdem war ich noch hundsmuede.
http://blogs.btedmonton.ca/bridget/best-buddies
Geniesst die letzten Tage im Maerz und freut euch auf den April!
Liebe Gruesse an alle anderen, u.a. Angie, Fabi, Leo, Markus, Max, Marc, Luise, Marie, Frank, Kerstin, Luisa, Flo, Steffi, Deus und die restlichen












Hallo Robertus,
neben der ganzen ärger und quatscherei unter deinen Bildern, werd ich mal noch ein paar sinnvolle Worte verlieren.
Bin heute erst wieder von der Nordsee gekommen, wo ich ja einersteits 2 Wochen mein Ablammpraktikum hatte und andererseits 1 Woche noch Urlaub mit meinen Eltern bei Husum verbracht habe.
Das Praktikum war super kuhl! Ich habe so viel gelernt, das ist unglaublich. Der Bauer und seine Frau, die beide schon fast 70 sind, haben dir ihre 700 Tiere anvertraut, als wenn sie dich schon Jahre kennen würden. Du fühltest dich auch total in die Familie integriert seit dem ersten Tag. Morgends immer um 7.30 Uhr aufstehen und dann bis 21.30 Uhr durchhalten. Zwischendurch gab es immer mal die köstlichen Speisen der Bauersfrau, aber wehe du kamst vor den Essenszeiten ins Haus – da konntest du schon mal eine mit der Holzrolle bekommen. Ich sollte selbst entscheiden, wann wie behandelt wird, wann eingegriffen wird und was man überhaupt machen könnte. Es war so, dass ich die Tiere auf Fieber/Durchfall/Infektion untersuchen musste (am besten jeden Tag alle), um dann wenn nötig was zu spritzen oder kleinere OPs machte. Haupaufgabe war aber vor allem die Geburtenhilfe. Es konnte z.B. sein, dass der Kopf quer zum Geburtskanal liegt und ich also in das Schaf (mit dem ganzen Arm) reingreifen musste, um den Kopf (mit viel geschick – das ist gar nicht so einfach) in die richtige Position zu bringen. Entweder müssen beide Vorderbeine UND Kopf gleichzeitig oder beide Hinterbeine raus – alles andere ist nicht gut und muss nachgeholfen werden (kann ja auch nur der Hintern im Ausgang hängen, dann musste den kleinen Sack wieder reinschieben und richtig rausziehen). Gleich am ersten Tag durfte ich mein erstes Lamm zur Welt bringen, das war ein wahnsinns Gefühl – und damit meine ich nicht nur in die Scheide “einzudringen”
Nebenbei mussten natürlich auch alle Tiere versorgt, gepflegt und gefüttert werden. Wurde es mal zu voll durfte ich auch mal mit dem 2. Transporter (30 Jahre alte Klapperkisten – aber voll geil) hinter dem Chef hinterherfahren, um Tiere auf die riesen Länderein zu bringen. Ab und zu hab ich mir auch mal eine Spielpause mit dem Hütehund und dem kleinen niedlichen neuen Hundebaby gegönnt^^ Es war echt super spannend und aufregend. Bin sogar im Sommer eingeladen eine Radtour auf Sylt mitzumachen und natürlich im nächsten Jahr wieder zu kommen.
Mit meinen Eltern habe ich dann noch die restliche Gegend erkunndet. Unter anderem haben wir auch einen Tagesausflug auf Sylt gemacht (der Insel der Reichen – boa was da alles für Häuser stehen und für Autos rumfahren, man man…).
Mir ist übrigends noch was lustiges eingefallen. Kennst du den Film “Das Beste kommt zum Schluss”? Da machen zwei alte eine Liste mit Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erleben wollen. Was hälst du davon, wenn wir so eine Liste auch machen, die wir aber so einteilen, dass wir jedes Jahr vllt eine Sache davon schaffen? Z.B. würde ich gern mal surfen gehen. (Aber nicht sowas, wie die schönste Frau der Welt heiraten – die kann ja nur einer von uns bekommen.)
Liebste Ostergrüße aus Berlin!
Dein Fabi
P.S. Donnerstag fahr ich wieder nach Hannover zurück.
P.P.S. Ich schicke dir und Luisa (weil sie extra gefragt hatte) demnächst noch ein paar Fotos von meinem Praktikum per Mail.
Yeeeah! Wenn ich die gegrüßte Marie bin, dann freut mich das sehr doll und wenn ich ‘s nicht bin, dann weiß ich davon nichts und bilde mir ein, ich wäre es, und bin immer noch sehr glücklich.
Schöne Fotos, schönes Kanada.