Nach nun fast 11 Monaten Arbeit, konnte ich mich auf meinen langersehnten Urlaub freuen. Dieser urlaub sollte mich zuerst dorthin fuehren, wo die Musik spielte, naemlich nach Montreal, wo zur gleichen Zeit das Jazz-festival stattfand. Nachdem ich mit Sophie angekommen war, mussten wir gleich los und den ersten Konzerten lauschen, auch davon getrieben, dass an diesem Abend die einzige Chance bestand, marie zu treffen, mit der ich im letzten Jahr, noch in Deutschland, ein Versprechen gemacht habe, dass wir uns in kanada treffen muessen.
Das Jazz-festival in Montreal ist einfach nur grossartig, es sind so viele Menschen in der Stadt, es finden jeden Abend kostenlose Konzerte unter freiem Himmel statt und die Atmosphaere laedt einfach dazu ein, wiederzukehren.
Trotz dessen habe ich mich kurz vor meiner geplanten Abreise nach 4 Naechten in dieser Stadt klein gefuehlt, zu gross waren die Gebaeude in Downtown, so kam es mir ganz recht, dass ich einen Flug nach St. John’s in Neufundland gebucht hatte (ohne Sophie), eine kleinere Stadt, am oestlichsten Punkt Kanadas, der Ort, an dem die Menschen am freundlichsten sind in Kanada.
Der Flug den ich gebucht hatte, beinhaltete keinen Rueckflug, und somit fing hier mein Abenteuer an.
In St. John’s habe ich zum ersten Mal als couch-Surfer uebernachtet, was eine grossartige Erfahrung ist, fuer jeden, der sich nicht als Tourist, sondern als Reisender identifiziert und mit Menschen aus der Region in Kontakt kommen will. Fuer alle, die nicht wissen, was Couch-Surfing ist: www.couchsurfing.org
In den drei Tagen, die ich dort war, habe ich jeden Abend neue Menschen kennengelernt, Geschichten gehoert, Geschichten geteilt, das Nachtleben erlebt und einfach eine tolle Zeit gehabt.
Am 2. Juli habe ich mich dann auf die Achse gemacht, wieder nach Montreal zu kommen, denn von dort ging mein Rueckflug am 7. Juli. Ich kann leider nicht erklaeren, was mich dazu bewegt hat oder warum mir diese Idee kam, aber ich wollte den Weg per Anhalter nehmen.
In Neufundland ist es sehr einfach, per Anhalter zu fahren, denn viele Einwohner (nicht die Touristen mit den Mietautos) sind ind er Vergangenheit per Anhalter von Gemeinde zu Gemeinde gefahren, die Leute haben ein groesseres Vertrauen, Neufundland ist die Region in Kanada mit der niedrigsten Kriminalitaetsrate. Leut, die dich mitnehmen, sind in ihren jungen Jahren selbst per Anhalter gefahren.
nach 14 Stunden erreichte ich das andere Ende der Insel, 900km entfernt und in 10 verschiedenen Autos zurueckgelegt. Ich nahm sofort die Faehre zum Festland, hatte nicht wirklich eine Chance zum Schlafen, aber eine sehr gute, den Sonnenaufgang zu beobachten.
Durch Verkehrsarmut entschied ich mich, fuer eine Weile den bus zu nehmen, um auch ein wenig Schlaf zu bekommen.
Von meinem naechsten Punkt in Nova Scotia, Truro, von wo aus ich weiter per Anhalter gefahren bin, musste ich wieder Neufundlaender Gastfreundschaft erleben, da mich eine aeltere Dame mit nach New Brunswick nahm und mir einen Platz zum Schlafen in ihrem haus angeboten hat.
Am naechsten Tag hatte ich schon wieder sehr viel Glueck, denn nachdem ich den Weg von Moncton nach Woodstock in 4 Autos geschafft hatte, nahm mich jemand mit bis nach Quebec City, was 400km entfernt war.
Ich hatte etwas Zeit, mir Quebec City anzuschauen, machte mich aber schon wieder am naechsten Tag auf den Weg nach Montreal, wo ich dann zum zweiten Mal als Couchsurfer untergekommen war. Zusammen mit 3 franzoesischen Gastgeber(innen) hatten wir noch Zeit, u.a. das Jazz Festival zu besuchen, wobei ich davon profitierte, mein Franzoesisch etwas aufzupolieren.
nun bin ich wieder zurueck, von dem Urlaub haengen mir noch unzaehlige tolle Geschichten im Kopf, doch meine Gedanken machen sich jetzt schon auf das Ende meines Dienstes in 20 Tagen, bereit.
Am Freitag sind wir, heisst nur unser Haus, mit unserem Community-Leader fuer einen Tag an den See gefahren.
Justyna hat endlich ihren Sohn geboren und heute habe ich ihn zum ersten Mal gesehen.
Der neue Core-member wird erst anfang August in unser Haus einziehen.
Ich mache mich bereit, bald wieder deutschen Boden zu betreten…Bis bald




























































Moin Abenteurer!
Ich hätte nicht gedacht, dass es so einen großen Unterschied macht, ob man in Kanada oder USA per Anhalter fährt. Wir sind nämlich damals an der Küste außerhalb von New York weit gewandert, aber rückzu hat nie einer gehalten. Die Kanadier sind auch von ihrer Art und ihrem Wesen viel kuhler als die “Amis”!
Da warst du sogar in Jimi’s Wohnzimmer in Woodstock – geil! Wie sah’s da aus? Haste da auch mal schnell nen Konzert gegeben? RoBBi-King at Woodstock!
Wahnsinns Trip den du da unternommen hast. Sieht fast nach keinem Tag Ruhe aus – so muss es sein
Sag mal das Jazz-Festival, wie kann man sich da die Musik vorstellen. So richtig krass modern E-Gitarren, Bass-grove u.s.w. oder ehr old-school mit Kontrabass und Trompete? War sicher der absolute Knüller! (Haste nicht vermisst mit mir da an der Box zu stehen und die ganzen Presente einzufangen?)
Da biste auf ner Couch durch die Wellen gestürmt? Ich war erstens zu Foul mir jetzt die ganze Seite durchzulesen (Student eben) und kann mir glaube auch ganz gut vorstellen, was es tatsächlich bedeutet. Man kann bestimmt spontan bei irgendwem pennen, oder?
Heute habe ich mein letztes Anatomietestat gut gemacht und am Freitag ist das Semester auch schon um, dann gehts ab nach Hause. Abends feiern wir noch alle zusammen unseren Erfolg (im Road House – 2 Cocktails für den Preis von einem) und genießen die Woche Freizeit, bevor wir wieder Prüfungen vorbereiten müssen. Wenn ich dann Chemie und Botanik noch meister, hab ich mein Vorphysikum und dann gehts mit karacho aufs Physikum zu – bääääm!
Wahrscheinlich werd ich jetzt in ein Studentenwohnheim ziehen, da ich leider nichts besseres gefunden habe. Da habe ich nen Zimmer wie Harry unter der Treppe. Vorteil ist natürlich der günstige Preis und dass man auch schnell wieder rauskommt, sollte sich noch was ergeben.
Da wir uns wahrscheinlich nicht mehr hören oder schreiben werden, bis du wieder hier bist, wollte ich dich noch was wissen lassen:
Es hat mir immer riesig Freude bereitet dich hier durch deine Reise “begleitet” zu haben und immer auch mal was zu schreiben zu können – so warst du für mich eigentlich immer da.
Ich hoffe, dass du jetzt die letzten Tage noch mal mit Abstand so richtig genießen kannst und dir noch mal vor Augen führst was du alles großartiges erlebt hast und dann nicht unbedingt traurig bist das zurück zu lassen, sondern einfach dankbar, dass es sooo schön geworden ist. Das kann mit Sicherheit nicht jeder von seinem Zivi behaupten.
Mit deinen Eltern genieße die zusätzlichen Urlaubstage, das wird sicher ein mega Wiedersehen – zieh’ dir lieber nen Bärenfell an, sonst zerdrücken dich deine “Alten” (hoffentlich lesen se das nicht^^) oder wasch dich einfach nicht^^
Komm gut wieder nach Hause und ich freu mich dich dann endlich nach so langer Zeit auch wieder zu sehen. Wir lassen uns dann was einfallen!
Alles Gute, Dein Fabi
tja fabi also ich glaube meine alten haben das schon gelesen:)
du armer ich werde dich bemittleiden wenn ich mal (irgendwann)zeit habe
also ich schreib hier auch mal wieder das….deine mutti hat ja vor ner weile gesagt das sie nix mehr von mir erfährt weil ich hier nix mehrschreibe
also erstmal: klasse bog eintrag…tolle fotos…klingt echt nach abenteuer pur…sicher ne echt tolle erfahrung gewesen
:D:D
ABER: ej robi du wurst immer dünner? willste jetz size zero model werden oder was? ess mal wieder was
bei mir is alles toll…hatte am 12.7 mein letzten fsj tag…jetz nen bissl urlaub…am 28. fahr ich für 6 tage mit meinem freund nach prag…und am 23-8 geht dann die ausbildung los….
und weißte was?! morgen in einem monat biste wieder hier:D einfach wunderbar…freu mich ohne ende
und denn will ich alles wörtlich berrichtet haben…
FRUE MICH AUF UNSER WIEDERSEHEN
bald ist es so weit
bis dahin: dicker kussi nach kanada aus berlin
<3